Mehr Sicherheit auch für den Shortsea-Sektor durch die Secure Chain
Um die Widerstandsfähigkeit der Logistikketten zu stärken, muss auch der Shortsea-Sektor in die Secure Chain eingebunden werden. Die Teilnahme ist ein weiterer wichtiger Schritt, um Importcontainer im Hafen auf einheitliche Weise – ohne PIN-Code oder Buchungsreferenz – sicher und zuverlässig freizugeben und abzuholen. Rotterdam setzt diese Maßnahme daher im Jahr 2026 schrittweise um.
Einbindung hat begonnen
Acht bedeutende Shortsea-Reedereien haben Anfang dieses Jahres ein Pilotprojekt gestartet, um ihre Kunden und die damit verbundenen Lieferketten in die Secure Chain einzubinden. Eine Shortsea-Reederei ist inzwischen bereits vollständig live. Alle diese Reedereien sind Kunden von Rotterdam Shortsea Terminals und/oder Matrans Terminal Rotterdam, die für den Deepsea-Sektor bereits seit längerem über die Secure Chain arbeiten. Die derzeit teilnehmenden Parteien finden Sie hier.

Von jedem Glied der Kette ist ein Beitrag erforderlich
Sind Sie als Verlader, Spediteur oder Transportunternehmen Teil der Shortsea-Kette einer der teilnehmenden Reedereien/Schiffsmakler? Auf dieser Website erfahren Sie mehr über die Lösung und was Sie tun müssen, um sich der Secure Chain anzuschließen. Von jedem Glied der Kette wird Engagement benötigt!
Die Teilnahme ist wichtig!
Jan Janse, Bezirksleiter Seehafenpolizei Rotterdam
„Kriminelle suchen sich immer das schwächste Glied. Deshalb ist es gut, dass die Secure Chain nun auch prüft, wie der Shortsea-Sektor mit ins Boot geholt werden kann. Wir sind uns bewusst, dass sich Routen ändern und müssen daher besonders aufmerksam auf solche Risikolinien achten. Wenn man als Shortsea-Unternehmen nicht widerstandsfähig ist, kann es einen einfach so treffen.“
Peter van Buijtenen, Regionaldirektor der Zollbehörde Rotterdam
„Ich appelliere an alle Beteiligten, sich der Secure Chain anzuschließen. Rotterdam verfügt dann über eine einheitliche, sichere und zuverlässige Arbeitsweise. Insbesondere im Shortsea-Bereich besteht noch erhebliches Verbesserungspotenzial.“ Shortsea-Terminals und -Reedereien mögen die Dringlichkeit vielleicht noch nicht so stark spüren, aber letztendlich denke ich, dass die Sorge um die Sicherheit ihrer eigenen Mitarbeiter ein wichtiger Faktor für die Teilnahme sein wird.“
René de Vries, (staatlicher) Hafenmeister Rotterdam
„Seien Sie wachsam gegenüber allen Formen der Unterwanderung. Beteiligen Sie sich auch an allen Initiativen in diesem Bereich, wie beispielsweise der Secure Chain. Ein Container aus Südamerika kann zunächst nach Le Havre und dann nach Rotterdam transportiert werden. Damit wird die Herkunft zwar offiziell ‚europäisch‘, aber letztendlich bleibt es einfach ein Risikocontainer aus Südamerika.“
Ausweitung der Erörterungsaktivitäten
Für die Shortsea-Reedereien und -Terminals in Rotterdam, die noch nicht live oder über ein Pilotprojekt an der Secure Chain teilnehmen, läuft derzeit ein Erörterungsprojekt. Dies gilt auch für die verbleibenden Deepsea-Parteien. Auf diese Weise wird ihr Interesse an einer Teilnahme ermittelt und erfasst, was für ihre Einbindung erforderlich ist.
Wurden Sie als Shortsea-Reederei oder -Terminal noch nicht bezüglich einer Teilnahme kontaktiert? Dann bekunden Sie hier Ihr Interesse!